Sie können SuSE-Linux problemlos auf einem Mac installieren.
In dem Buch Mac OS X Hacks von O’Reilly steht beschrieben, wie Sie Debian-Linux auf einem iBook installieren.
Wir wollen hier jedoch Mac OS X als Host-System einsetzen und SuSE-Linux lediglich in dem Emulator Virtual PC installieren. Dies hat den Vorteil, dass Sie alle Vorteile von Mac OS X genießen können (Unix, leistungsfähige GUI, Mainstream-Programme, Mutlimedia) und gleichzeitig Linux als Testsystem verwenden können. Das Tolle daran ist, dass Sie SuSE außerdem völlig kostenlos erhalten.
Da wir Linux in einem PC-Emulator installieren, benötigen Sie nicht die Mac-, sondern die i386-Version.
Eine Anleitung zur Installation auf einem PC finden Sie hier.
Es gilt jedoch, einige Besonderheiten bei der Installation unter Virtual PC zu beachten: Zuerst erstellen Sie einen neuen virtuellen PC. Dabei wird automatisch ein Sparse-Image angelegt, das automatisch mitwächst, wenn Sie Daten hineinkopieren.
Nun laden Sie ein Image von der SuSE-Webpage, das Sie mit dem Festplattendienstprogramm (Panther) oder dem Disk Utility (Jaguar) auf CD brennen. Die Datei boot.iso finden Sie unter ftp://ftp.suse.com/pub/suse/i386/current/boot/boot.iso
Legen Sie anschließend die fertige CD in das Laufwerk Ihres Macs und starten Sie den virtuellen PC. Der SuSE-Installer wird nun automatisch aufgerufen und führt Sie durch die Installation. Um die Installationsdateien aus dem Netzwerk laden zu können, müssen Sie zunächst das Treibermodul für Ihre Netzwerkkarte laden. Der richtige Treiber heißt “tulip: DEC Tulip (DC21x4x) PCI”.
Der Assistent fragt Sie kurz darauf nach der IP-Adresse des SuSE-Servers. Diese ist derzeit 195.135.221.130 (falls Sie eine Änderung feststellen, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir eine kurze Mitteilung schicken könnten, damit ich die Beschreibung entsprechend aktualisieren kann). Als Installationspfad geben Sie bitte /pub/suse/i386/current/ an. Dort liegt immer die aktuellste Version des Betriebssystems.
In einem der nächsten Schritte will YAST2 wissen, wie Sie die Festplatte partitionieren wollen. Es schlägt vor, den gesamten freien Platz Ihrer Festplatte in zwei Partitionen zu teilen, die es dann belegen will.
Kurze Zwischenbemerkung: Obwohl es sich bei dem Virtual PC-Laufwerk um ein Sparse-Image handelt, können Sie die Partitionierung vornehmen. Im Finder taucht trotzdem nur eine Datei als VPC-Laufwerk auf.
Wenn Sie die swap-Partition in der vorgeschlagenen Größe anlegen und der root-Partition 4 GB zuweisen, so haben Sie jedenfalls mehr als genug Platz für die Standardinstallation.
Starten Sie anschließend die Installation und lassen den Rechner einige Stunden laden und installieren. Wenn alle Daten vorhanden sind (meine letzte Installation hat eine Nacht gedauert), müssen Sie nur noch einige Fragen beantworten (im Zweifel mit ja antworten).
That’s it! Und schon haben Sie ein kostenloses SuSE-Linux mit KDE-Desktop und allem Schnickschnack auf Ihrem Mac laufen.
Eine hervorragende Möglichkeit, sich davon zu überzeugen, wie bewundernswert Apples Leistung ist, ein Unix-basiertes System bedienbar zu machen

