Apples Foto-Workflow-Applikation Aperture erhielt von Beginn an auch schlechte Kritiken. Nachdem seit der Veröffentlichung des Programmes nun ein wenig Zeit verstrichen ist und mehr und mehr Fotografen tatsächlich mit Aperture arbeiten, mehren sich die positiven Stimmen im Netz.
Ich selbst arbeite seit einigen Wochen mit Aperture und sehe vor allem die enormen Vorteile des Programms wie z.B. die Vollbildschirmdarstellung ausgewählter Bilder auf einem zweiten Monitor (auf dem die Fotos auch bearbeitet werden können), die Verwendung von Stacks zum schnelleren Ordnen von Fotoreihen, die Versionsverwaltung von Bildern, die wenig Speicherplatz belegt, oder die sehr schnell arbeitende Lupenfunktion, die auch auf Thumbnails im Bildbrowser anwendbar ist.
Auch die Performance ist auf einem aktuellen 17″-PowerBook sehr ordentlich.
Der Workflow ist mit Hilfe von Aperture so viel effizienter als mit jeder anderen Applikation, dass einem der Wert dieses Programms vor allem dann auffällt, wenn man bei der täglichen Arbeit große Mengen von Bildern auf den Rechner überträgt und daraus die besten auswählen und optimieren will.
Ein interessanter Artikel zu Aperture findet sich auch bei O’Reilly. Hier wird vor allem erklärt, warum Aperture zu Beginn so schlechte Kritiken erhielt. Demnach kam es zu den schlechten Bewertungen, weil die Kritiker das Programm anhand falscher Maßstäbe beurteilten. Aperture ist nicht Photoshop und nicht iPhoto, sondern ein Workflow-Tool für Fotografen. Und diesem Ziel wird Aperture schon heute weitgehend gerecht, soweit der integrierte RAW-Konverter Ihre Kamera in hoher Qualität unterstützt, was zugegebenermaßen derzeit noch nicht für alle Modelle gilt.

